Wieviel ist genug? Mein finanzielles Endziel

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In dem Filmklassiker „Wall Street 2 – Money Never Sleeps“ fragt der junge Wall Street Trader Jacob Moore den erfahrenen Investmentbanker Bretton James:

What’s your number?

The amount of money you would need to just walk away from this industry and just live ? See, I find that everybody in this industry has a number and it is usually an exact number.

Worauf der gierige Finanzhai nur antwortet:

More!!!

Ich für meinen Teil bin bei dieser Frage deutlich bescheidener. Soviel kann ich an dieser Stelle schon mal verraten.

Im Investmentbanking wird tatsächlich öfter von dieser Zahl unter vertrauten Kollegen gesprochen. Sie nennen es „F*** You Money“. Wegen der rasanten Lifestyle-Inflation die in der Branche üblich ist, fallen die Zahlen natürlich entsprechend hoch aus.

Ich bin davon überzeugt, dass wenn man den Otto-Normalverbraucher auf der Straße fragen würde wieviel Geld er beim Lotto spielen Gewinnen müsste um nie wieder arbeiten gehen zu müssen, würde er eine Zahl raushauen welche 1.) völlig unbegründet wäre und 2.) in den meisten Fällen deutlich zu hoch liegt. Denn die meisten Menschen überschätzen völlig die nötige Vermögenssumme von dessen passiven Cashflows sich prima leben lässt.

Was ist aber nun mein anvisiertes Vermögen bei welchem ich vorhabe mein Job an den Nagel zu hängen? Bei der Herleitung dieser Zahl beziehe ich mich auf die bekannte 4%-Regel, welche besagt dass das Vermögen, vorausgesetzt es ist produktiv investiert, bei einer Entnahme von 4% jährlich sich mit hoher Wahrscheinlichkeit stabil entwickeln sollte.

Ich möchte für mich und meine Familie 5,000€ pro Monat nach Steuern und Wohnkosten zum verleben übrig haben. Das sind 60,000€ im Jahr. Da ich noch nicht weiß in welchem Land ich meinen „Frühruhestand“ verbringen möchte rechne ich für die Steuer mit der deutschen Kapitalertragssteuer von 25%. Da ich mir neben meinen Aktiendepot auch einen ordentlichen Immobilienbestand in den nächsten Jahren aufbauen möchte glaube ich das diese 25% eher hoch angesetzt sind. Denn in der Vermietung und Verpachtung kann man viele Kosten wie Fahrtkosten, Mobilfunk, Büro und Weiterbildung von der Steuer absetzen. Trotzdem bleibe ich der Einfachheit wegen bei der Annahme einer Steuerrate von 25%.

Um 60,000€ Netto im Jahr passiv zu verdienen brauche ich also ein Brutto- Jahreseinkommen durch Aktien und Immobilien von 80,000€ im Jahr (60,000€/0,75). Mit der 4%-Regel ergibt das ein benötigtes Vermögen von 2 Millionen (80,000€ / 0,04 =2,000,000€).

Soweit so gut, dann wären da aber noch die Wohnkosten. Hier rechne ich nochmal mit einer halben Millionen on top. Ich schliesse nicht aus nach meinem Erwerbsleben und einem hoffentlich erfolgten Vermögensaufbau eine Immobilie in Cash zu kaufen. Ich würde dies allerdings niemals in der Vermögensaufbauphase tuen und dafür eine Hypothek aufnehmen. Warum 500,000€? Ganz einfach, in Florida oder an der Costa del Sol in Spanien bekommt man für eine halbe Millionen schon traumhafte Immobilien für sein Geld.

Mein finanzielles Endziel ist also ein Vermögen von 2.500.000€!

Diese Summe sollte mir ein ausreichendes Sicherheitsgefühl geben um mich entspannt anderen Dingen widmen zu können. Um mich mit Hilfe von kleineren Erfolgserlebnissen zu motivieren habe ich beschlossen mein Endziel auf die folgenden 5 Meilensteine herunter zu brechen:

Meilenstein 1:            500.000€


Meilenstein 2:           1.000.000€


Meilenstein 3:           1.500.000€


Meilenstein 4:           2.000.000€


Endziel:                       2.500.000€

 

Meinen ersten Hochrechnungen zufolge sollte ich etwa 15 Jahre brauchen um diese Vermögenssumme aufzubauen. Ich werde die Rechnung und die zu Grunde gelegten Annahmen bald in einem weiteren Beitrag vorstellen.

Wie hoch ist Deine Zahl?, die Dir das Gefühl geben würde nie wieder arbeiten zu müssen? Ich würde mich über Deinen Kommentar sehr freuen…

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